Wir appellieren an Ihre Wachsamkeit!

Montag, 17.11.2025

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich weiter in unserer Region aus. Diese invasive Art stellt eine erhebliche Bedrohung für unsere heimische Insektenwelt, insbesondere für Honigbienen und andere Bestäuber und Insekten, dar. Um die Ausbreitung einzudämmen, ist Ihre Mithilfe entscheidend.

  •  Achten Sie auf Sichtungen: Halten Sie Ausschau nach der Asiatischen Hornisse (deutlich dunkler als die heimische Hornisse, mit gelben Beinen) oder verdächtigen Nestern, vorwiegend in Baumkronen oder an Gebäuden.
  • Melden Sie jeden Fund: Bitte melden Sie Einzelnachweise oder Nestfunde umgehend der zuständigen Behörde z. B. der Unteren Naturschutzbehörde oder über das offizielle Landes-Meldeportal Fundmeldung . Nutzen Sie dafür, wenn möglich, einen aussagekräftigen Fotobeweis und die genauen Standortdaten.
  • Werden Sie nicht selbst aktiv: Versuchen Sie unter keinen Umständen, ein Nest selbst zu entfernen. Es besteht Verwechslungsgefahr mit der geschützten Europäischen Hornisse und ein erhebliches Stichrisiko. Die Beseitigung muss durch Fachpersonal erfolgen.

In einem Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) kann die Population je nach Jahreszeit stark variieren. 

 

  • Primärnester (Frühjahr/Frühsommer): In den frühen Nestern, die von der Königin gebaut werden, leben meist über 200
  • Sekundärnester (Sommer/Herbst): Wenn das Volk wächst und in größere Sekundärnester umzieht, erreicht die Population ihren Höhepunkt. Im September können sich dort etwa 2500 Tiere befinden. Über den gesamten Nestzyklus eines Sekundärnests wird geschätzt, dass dort sogar zwischen 12 000 und 14 000 Tiere gelebt haben.
  • Eine einzelne asiatische Hornisse (Vespa velutina) kann pro Tag etwa 50 Bienen fangen. Messungen an Bienenständen in Südfrankreich haben gezeigt, dass die gesamte Population eines Nestes, wenn sie aktiv Bienen jagt, sogar bis zu 1500 Honigbienen pro Tag erbeuten kann. 
  • Die Asiatische Hornisse ernährt sich zu einem großen Teil (bis zu 80%) von Honigbienen, jagt aber auch viele andere Insektenarten, um ihre Brut zu versorgen.
  • Jungköniginnen: Im Herbst schlüpfen die Männchen und bis zu 1000 Jungköniginnen, die das Nest verlassen, um zu überwintern und im nächsten Frühjahr neue Nester zu gründen. Das Nest wird nur für eine Saison genutzt und stirbt im Spätherbst oder Winter ab, wobei nur die begatteten Jungköniginnen überleben. 

Von den vielen Hundert Jungköniginnen, die in einem Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) im Herbst produziert werden (typischerweise bis zu 500–1000 pro Nest), überlebt nur ein  Bruchteil den Winter. 

Die Überlebensrate ist gering:

Allgemein für Wespen und Hornissen wird geschätzt, dass nur etwa 10–15 % von 100 Jungköniginnen den Winter überleben, um im Frühjahr ein neues Nest zu gründen.

Einige Jungköniginnen fallen während der Überwinterung Fressfeinden (wie Mäusen und Vögeln) zum Opfer oder sterben durch Feuchtigkeit und Schimmelpilze. Da die asiatische Hornisse im Vergleich zur heimischen Hornisse jedoch eine viel größere Anzahl an Jungköniginnen produziert, breitet sich die Art trotz der Winterverluste rasant aus. 

Sie möchten eine mögliche Sichtung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) melden. Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem Bienenzuchtverein Overath auf, damit der Fund überprüft und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können.

Kontakt:

Bienenzuchtverein Overath e. V.

E-Mail an den BZV Overath

Bernhard Schmitz

Öffentlichkeitsarbeit BZV Overath